Der Segen der Welt ist gebildete Menschlichkeit.
(Abendstunde eines Einsiedlers, 1780)
Johann Heinrich Pestalozzi (1746-1827) gilt als einer der Klassiker der Pädagogik und als Wegbereiter einer allgemeinen Bildung für alle Menschen. Seine Maxime der harmonischen Bildung des heranwachsenden Menschen – Kopf, Herz und Hand – ist weithin unbestritten und prägt bis heute Bildungspläne und Unterrichtspraxis vieler Schulen. In den «Nachforschungen» von 1797 hat Pestalozzi auch das Dreigespann von Anlagen, Gesellschaft und Eigenmotivation in klassischer Weise formuliert: «Also bin ich ein Werk der Natur. Ein Werk meines Geschlechts. Und ein Werk meiner Selbst».
Diese Website zeigt darüber hinaus Pestalozzi als Philosophen, als politischen Denker, Schriftsteller und Sozialreformer und gibt eine Übersicht über sein Leben und Werk und über wesentliche Teile der Fachliteratur. Schliesslich werden neue Forschungsarbeiten sowie zahlreiche Pestalozzi-Texte präsentiert. Die in 45 Bänden vorliegende Kritische Gesamtausgabe von Pestalozzis Werken und Briefen ermöglicht eine intensive Auseinandersetzung mit dem Gedankengut des Autors und seinem Beitrag zur Entwicklung pädagogischen Denkens.
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24. Generalversammlung des Vereins „Pestalozzi im Internet“
24. Generalversammlung des Vereins „Pestalozzi im Internet“ und 200. Todestag von Johann Heinrich Pestalozzi
Am 6. Mai 2026 fand auf Pestalozzi Neuhof in Birr (Kanton AG) die 24. Generalversammlung des Vereins statt. Neben den vereinsinternen Themen wie Jahresberichte, Wahlen, Finanzen u. a. stand die Vorbereitung des bevorstehenden 200. Todestags Pestalozzis im Mittelpunkt.
Am 17. Februar 1827 starb Johann Heinrich Pestalozzi im 81. Lebensjahr in Brugg im Kanton Aargau und ist in Birr begraben nahe seinem letzten Wohnort auf dem Neuhof.
Dr. Jürg Stadelmann entwarf mit beeindruckenden Worten das Projekt „Bildung bewegt“ mit dem Untertitel „Vielfältige Wege zur heutigen Bildungslandschaft seit Heinrich Pestalozzi um 1800“.
Im Mittelpunkt stehen zehn Stationen, die einen starken Bezug zu Pestalozzi haben: Zürich mit Pestalozzi, Johann Jakob Bodmer und Johann Kaspar Lavater, Birr/Brugg mit Pestalozzis Neuhof und seinem Grabdenkmal, Lenzburg mit Philipp Albert Stapfer, Aarau mit Heinrich Zschokke, Olten, Burgdorf und Münchenbuchsee mit Stapfer und Vertreterinnen der Reformpädagogik, Stans mit Pestalozzi und Vertretern der Helvetischen Republik, Yverdon mit seinem Schloss und Pestalozzi und seiner Frau Anna Pestalozzi-Schulthess und Genf mit Jean-Jacques Rousseau, Johannes Calvin und Henry Dunant.
Pestalozzi hinterliess ein gewaltiges Lebenswerk, das in der wissenschaftlichen Gesamtausgabe seiner Werke und Briefe 45 Bände umfasst (PSW 1-29 und PSB 1-14). Pestalozzi hat als Klassiker der Pädagogik die Erziehung und den Ausbau des Bildungswesens vor allem in Deutschland und der Schweiz massgeblich beeinflusst. Von seinen über 200 Werken sind bis heute lesenswerte Texte: Lienhard und Gertrud (1781), Nachforschungen (1797), Stanser Brief (1799), Wie Gertrud ihre Kinder lehrt (1801) und Schwanengesang (1826).
Der Verein „Pestalozzi im Internet“ hat unter www.heinrich-pestalozzi.de eine umfassende Dokumentation zu Pestalozzi mit über 2.000 Dateien und über 100.000 Seitenaufrufen pro Jahr veröffentlicht, darin sind einige Werke als Volltexte aufgenommenen. Zusätzlich ist eine Zusammenstellung aller Texte und Briefe Pestalozzis erarbeitet worden und kann als PDF zum Kauf erworben werden.
Der Festakt zum 200.Todestag findet am 18. Februar 2027 auf dem Neuhof in Birr statt, wo der Geist Pestalozzis noch heute spürbar ist. Festredner ist Nationalrat Dr. Gerhard Pfister.
Die nächste Generalversammlung des Vereins findet am 19. Mai 2027 wiederum auf Pestalozzis Neuhof in Birr statt.
Wir freuen uns über neue Mitglieder. Anmeldungen über den Präsidenten des Vereins:
Dr. Roger Dettling.
Tel.: +41(0)764485759,
e-mail: roger.dettling@phzg.ch.






