Isaak Iselin (1728 - 1782)

Denkmal von Isaak Iselin
Denkmal von Isaak Iselin im Schmiedenhof in Basel

 Isaak Iselin (1728 - 1782), aus Basel, war Philosoph, Historiker, Philanthrop und Schriftsteller. Er studierte in Basel und Göttingen, war Mitarbeiter an der "Allgemeinen deutschen Bibliothek" und seit 1756 Ratschreiber in Basel. 1777 gründete er die heute noch bestehende Basler "Gesellschaft zur Beförderung des Guten und Gemeinnützigen". 1774 war er Mitbegründer der Helvetischen Gesellschaft. Wichtige Schriften sind: "Philosophische und patriotische Träume eines Menschenfreundes" (Freiburg 1755, 2. Aufl. Zürich 1758), "Über die Geschichte der Menschheit" (2 Bände, Frankfurt am Main 1764). Von Bedeutung ist auch seine Tätigkeit als Herausgeber: "Ephemeriden der Menschheit, oder Bibliothek der Sittenlehre, der Politik und der Gesetzgebung" (1776 - 1782). In den "Ephemeriden der Menschheit" erschienen drei grundlegende Briefe Pestalozzis an Niklaus Emanuel Tscharner über die Grundsätze seiner Armenerziehungsanstalt auf dem Neuhof sowie seine berühmte "Abendstunde eines Einsiedlers", und die "Gesammelten Briefe über die Basedowische Erziehungsmethode" (Offenbach am Main 1775). Iselin half Pestalozzi auch bei der Redaktion des 1. Bandes von "Lienhard und Gertrud". Dieser widmete seinem Basler Freund den zweiten Band von "Lienhard und Gertrud" und schrieb in seiner Wochenzeitschrift "Ein Schweizer Blatt" nach Iselins Tod (1782) einen ergreifenden Nachruf auf seinen väterlichen Freund und Förderer (PSW 8, S. 221-228).