Kritische Gesamtausgabe von Pestalozzis Werken

Sämtliche Werke. Kritische Ausgabe. Begr. v. Arthur Buchenau, Eduard Spranger u. Hans Stettbacher. 31 Bde., Berlin und Zürich 1927-1996 (PSW 1-29).

Einführung

Nach einer langen und wechselvollen Editionsgeschichte sind alle Werke Pestalozzis in einer Kritischen Gesamtausgabe zugänglich. Allerdings haben erst die Editoren der dritten Generation mit den 1996 erschienenen beiden letzten Bänden (Bd. 17 B und Bd. 29) die Editionsrichtlinien aktualisiert: nicht mehr die Rekonstruktion eines idealen Textes wird angestrebt, sondern die Rekonstruktion der realen Textentwicklung. Da die Reproduktion von Texten zu Pestalozzis Zeit nur durch handschriftliches Abschreiben erreicht werden konnte, liegen von Pestalozzis Texten teilweise zahlreiche Abschriften verschiedener Hände vor, wobei Pestalozzi die Abschriften häufig veränderte, bzw. korrigierte. Gerade diese Vielzahl von überlieferten und oft undatierten handschriftlichen Texten machte die Kritische Ausgabe von Pestalozzis Werken so schwierig, aber gleichzeitig werden dadurch in einmaliger Weise Entwicklungen und Denkstrukturen des Autors sichtbar und wurde eine – trotz zahlreicher Textverluste – doch recht vollständige Werkausgabe möglich.