Pestalozzis Erziehungsinstitut in Burgdorf und Yverdon. Ein Literatur- und Forschungsbericht zum Thema unter besonderer Berücksichtigung der Zerfallserscheinungen des Instituts.

Gerhard Kuhlemann

Frankfurt/Main 1972. 363 S.

Frankfurt/Main 1972. 363 S.

Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung in und um Pestalozzis Erziehungsinstitut in Burgdorf und später in Yverdon. Anhand von Berichten und anderen Quellen wird die zeitgenössische Kontroverse um Pestalozzi aufgezeigt: einmal vehemente Ablehnung, einmal fast enthusiastische Zustimmung. Dabei verband sich politisch-konservatives und religiös-dogmatisches Denken gegen Pestalozzi als eines Exponenten des liberalen Bürgertums, der die als unzureichend empfundene soziale und politische Wirklichkeit über die Erziehung der Individuen reformieren will. Ausführlich wird auch auf den inneren Zerfall des Instituts in Yverdon eingegangen, der sich als Mischung aus unzureichender Organisation und Leitung, Überheblichkeit bzw. mangelnder Qualifikation der Mitarbeiter und psychischen Defekten der Beteiligten erweist.

(GK)