Die Einheit von Pestalozzis Anthropologie und Pädagogik : der Freiheitsbegriff der "Nachforschungen" und der pädagogischen Schriften von 1799 und 1801

Monika Born

Dissertation zur Erlangung eines Doktorgrades der Erziehungswissenschaften an der Universität Essen - Gesamthochschule, 1977 : 452 S.

Dissertation zur Erlangung eines Doktorgrades der Erziehungswissenschaften an der Universität Essen - Gesamthochschule, 1977 : 452 S.

Borns Arbeit soll einen Beitrag zur sozialwissenschaftlichen und geisteswissenschaftlichen Interpretation von Pestalozzis Schriften leisten, indem diese auf ihre Stichhaltigkeit hin überprüft werden.

Im Zentrum der Fragestellungen um den politischen Pestalozzi steht die Frage nach dem Verhältnis von Anthropologie und Pädagogik, die hier nach zwei Auswahlkriterien untersucht werden: zum Einen die Auswahl der Schriften und zum Anderen unter inhaltlichem Aspekt (hier im besonderen der Freiheitsbegriff).

"Im ersten Kapitel sollen wichtige ... Ergebnisse der sozialwissenschaftlichen Pestalozzi- Rezeption dargestellt und in Auseinandersetzung mit ihnen detaillierte Fragestellungen gewonnen und spezifische Prämissen dieser Untersuchung benannt werden."

Im zweiten Kapitel möchte Born nun das Verhältnis von Anthropologie und Pädagogik bei Pestalozzi näher bestimmen. Hierbei untersucht sie die Anthropologie der Nachforschungen unter dem Aspekt des Freiheitsbegriffs.

Im dritten Kapitel soll für die Untersuchung der pädagogischen Schriften ein direkter Vergleichsrahmen geschaffen werden, um die implizite und explizite Pädagogik der Nachforschungen thematisieren zu können.

Das vierte Kapitel soll auf der Basis einer vergleichenden Untersuchung von Aussagen zur Anthropologie und Pädagogik innerhalb der der Arbeit zugrunde liegenden Schriften eine Antwort auf die Frage möglich machen, ob Pestalozzis Anthropologie und Pädagogik eine Einheit bilden, oder ob die Ansichten Pestalozzis sich so entscheidend gewandelt haben, daß hiervon nicht mehr gesprochen werden kann.

In ihrem fünften und abschließenden Kapitel geht Born nochmals zusammenfassend auf die in der Untersuchung erzielten Hauptergebnisse ein und macht einen Ausblick bezüglich der "Bezüge zwischen der anthropologischen und pädagogischen Sicht Pestalozzis und der Pädagogik der Gegenwart".

Abschließend folgt eine lange Liste der Anmerkungen sowie ein Verzeichnis der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.

Biographische Angaben zur Autorin:

Monika Born wurde am 04. April 1942 in Essen geboren. Sie besuchte zunächst die katholische Volksschule, anschließend die Mädchenrealschule, die Frauenfachschule und schließlich die Fachschule für Kindergärtnerinnen an welcher sie ihr staatliches Examen ablegte.

Von 1961 bis 1963 übte sie ihre Tätigkeit als Kindergärtnerin aus, bevor sie im Oktober 1963 die Begabtensonderprüfung absolvierte. Zwischen 1963 und 1966 folgte schließlich das Studium an der Pädagogischen Hochschule in Essen. Ab 1966 war sie als Lehrerin an der katholischen Volksschule in Essen-Kray tätig bevor sie 1969 ihre zweite Staatsprüfung machte. Seit 1970 ist sie als Fachleiterin für Deutsch am Bezirksseminar Essen tätig gewesen. 1973 folgte ihre Ernennung zur Volksschulkonrektorin als Fachleiterin. Zusätzlich war sie zwischen 1966 und 1968 als Gasthörerin an der Ruhr-Universität Bochum in den Fächern Germanistik und Philosophie eingeschrieben. Ab dem Sommersemester 1972 studierte sie an der pädagogischen Hochschule in Ruhr bzw. der Universität Essen die Fächer Erziehungswissenschaften, Germanistik und Philosophie.

(SH)