Liberales Plädoyer und radikale Demokratie : H. Pestalozzi und die Stäfner Volksbewegung

Dietfrid Krause-Vilmar

Meisenheim : Hain, 1978 : 185, LXXI S. (Hochschulschriften Erziehungswissenschaft ; 4)

Liestal : Kantonale Schul- und Büromaterialverwaltung Baselland, 1986 : 356 S. (Quellen und Forschungen zur Geschichte und Landeskunde des Kantons Baselland ; 24)

Bei der vorliegenden Arbeit Krause-Vilmars handelt es sich um eine Überarbeitung und Erweiterung einer 1974 vom Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Universität Marburg angenommenen Dissertation mit dem Titel: "H. Pestalozzi und die Stäfner Volksbewegung".

Im Mittelpunkt der Studie steht die Untersuchung des Denkens und Handelns des politischen Pestalozzis während der politischen Auseinandersetzung Zürichs mit der Stäfner Volksbewegung 1794/95.

Für die Erforschung des "politischen Pestalozzis" sind, so Krause-Vilmar, v. a. die Arbeiten von A. Rufer, H. Barth und A. Rang besonders kennzeichnend für den damaligen Forschungsstand, weshalb er diese auch alle kurz näher erörtert.

Im Laufe seiner Untersuchung geht der Autor auf die politische und ökonomische Verfassung des Kantons Zürich am Ende des 18. Jahrhunderts ein. Er beschreibt den politischen Konflikt zwischen Stadt und Landschaft Zürich (den sog. Memorialhandel 1794/95), Pestalozzis Stellung zum Memorialhandel sowie die Stäfner Volksbewegung im Allgemeinen als auch Pestalozzis "Rolle" während dieser Zeit.

Mit Hilfe dieser historischen Analyse möchte Krause verschiedene gesellschaftliche Grundpositionen herausarbeiten, die Pestalozzi in seinem politischen Denken und Engagement beeinflußt haben. Er möchte mit seiner Arbeit einen Beitrag zum "Verständnis des politischen Pestalozzi" leisten.

In seinem ausführlichen Anhang veranschaulicht Krause durch die Verwendung von Graphiken und einer Zeittafel unter anderem die soziale, geographische und politische Ausgangslage der Volksbewegung und geht außerdem auf die Züricher Vogteien und Pestalozzis Berichte an die Landvögte in Kasteln und Königsfelden ein.

Den Abschluß des Werkes bildet eine lange Liste der verwendeten Literatur.

Biographische Angaben zum Autor:

Dietfrid Krause-Vilmar war zum Zeitpunkt der Entstehung dieses Werkes als Professor für Sozialgeschichte der Erziehung an der Gesamthochschule in Kassel tätig.

(SH)