Schreiben im Dazwischen-Sein : zu Robert Walser und Peter Bichsel, mit einem Seitenblick auf J. Heinrich Pestalozzi und Otto F. Walter

Susanne Steiner

Bern : Haupt, 1982 : 67 S.

Bern: Haupt, 1982 : 67 S.

"Robert Walsers (1878 - 1956) und Peter Bichsels (geb. 1935) geistige Wege führen beide in ein- und dieselbe Richtung: Walsers Mäander münden am Ende in Bichsels direkteren Weg, und vereint finden sie sich an einem sinnentleerten Ort, wo es keine Hoffnung gibt. Ohne Hoffnung bleibt aber nichts übrig, was sich lohnte zu erleben, da wird auch Schreiben sinnlos. Da bleibt nur das Nichts".

Walsers und Bichsels stellt Steiner in ihrer Betrachtung nun zwei Werke entgegen, deren Autoren sich bemühen, diese Perspektivlosigkeit zu überwinden: Johann Heinrich Pestalozzi mit seinem Werk "Lienhard und Gertrud" und Otto F. Walter mit seinem Werk "Die Verwilderung". Beide werden nach Aussage Steiners durch die Hoffnung auf Veränderung und den Glauben an eine menschenwürdigere Lebensmöglichkeit getrieben.

Der Inhalt des Buches ist in folgende Kapitel untergliedert:

Die kleine Welt des kleinen Mannes; Wer ist der kleine Mann?; Die verwandte Wesensart; Der Einzelne und die Andern (Die exemplarisch Anderen: Die Beamten); Die Langeweile; Die Frau.

In ihrem Literaturverzeichnis nennt Steiner zunächst Quellen zu Robert Walser, Peter Bichsel, Johann Heinrich Pestalozzi und Otto F. Walter im Einzelnen, anschließend folgt eine Auflistung ausgewählter Literatur zu den einzelnen Autoren sowie eine kurze Aufstellung weiterführender Literatur.

Susanne Steiner legte diese Abhandlung ebenfalls zur Erlangung der Doktorwürde der Philosophischen Fakultät I an der Universität Zürich bei Herrn Prof. Dr. W. Binder vor.

Biographische Angaben zur Autorin:

Susanne Steiner wurde am 5. August 1941 in Solothurn geboren. Im Frühjahr 1961 erwarb sie das Primarlehrerpatent und unterrichtete im Anschluß daran an verschiedenen Primarschulen des Kantons Solothurn. Ab 1973 studierte sie an der Universität Zürich Germanistik, Philosophie und Literaturkritik. Dieses Studium schloß sie 1979 mit dem Lizentiat und mit dem Diplom für das Höhere Lehramt ab. Seither ist sie als Hilfslehrerin für Deutsch an der Kantonsschule Solothurn tätig.

(SH)