Zum Menschen erziehen : Pestalozzi, Steiner, Buber

Helmut Danner [u.a.]

Frankfurt, Berlin, München : Diesterweg, 1985 : III, 115 S. (Themen der Pädagogik)

Frankfurt, Berlin, München : Diesterweg, 1985 : III, 115 S.

Im Vorwort des Buches geht Danner auf das Anliegen des Werkes, nämlich zum Menschen zu erziehen, erläuternd ein. Durch die Auseinandersetzung mit Pestalozzi, Steiner und Buber soll die Bildungsfrage und der Bildungsbegriff erörtert und zugleich eine Einführung zu den drei Pädagogen und Philosophen gemacht werden. Dies geschieht anhand der Fragestellung, wie jede dieser drei Personen das Bild vom Menschen und die entsprechende Bildung zu diesem Menschen gesehen hat.
Vordergründigster Anlaß zur vorliegenden Textzusammenstellung war jedoch die Vortragsreihe mit dem Titel: "Menschenbild und Menschenbildung", die im August und September 1983 in der Schweizer Stadt Wil (zwischen Zürich und St. Gallen) stattfand.

Die Beiträge im Einzelnen:

Otto Müller behandelt zunächst einmal Johann Heinrich Pestalozzi und die Vermenschlichung der Pädagogik. Hierbei geht er auf das erste Lebensdrittel Pestalozzis (1746 - 1773), das Armkinderheim (1774 - 1779), die Abendstunde eines Einsiedlers (1780), Erkenntnis- und Lebenskrise (1784 - 1796), die Entwicklung des Menschengeschlechts, das Erlebnis von Stans (1799), die Entwicklung vom Armenvater zum Menschheitserzieher (1800 - 1825) und die Idee der Menschenbildung ein. Außerdem erläutert er Themen wie Individualerziehung und Gemeinschaft und Pestalozzis letzte Jahre (1825 - 1827).

Gerhard Wehr geht auf Rudolf Steiner näher ein und Helmut Danner behandelt Martin Buber. Marcel Müller-Wieland geht abschließend auf Wege zur Menschenbildung (Selbstbehauptungsmotive, geistige Motive und Menschenbildung allgemein) ein, sowie auf Pestalozzi, Steiner und Buber als Pädagogen der Wende und Wege der Menschenbildung heute (Auflichtung des persönlichen Stimmungsgrundes, Pflege der geistigen Zuwendungskraft, Individualisierung, Gemeinschaftsbildung und Übung der geistigen Zuwendung). Abschließend enthält das Werk eine lange, ausführliche Literaturliste sowie ein Namens- und Stichwortverzeichnis.

Biographische Angaben zu den Autoren:

Helmut Danner
wurde 1941 geboren. 1965 machte er sein Lehramtsexamen, anschließend folgte bis 1970 ein Studium in Philosophie, Pädagogik und Musikwissenschaft. Ab 1975 lehrte er an der Universität München. Seine Habilitation in Pädagogik folgte 1983.

Otto Müller
wurde 1905 geboren. Er studierte in Zürich, Dijon und Paris. Bis 1943 übte er seine Tätigkeit als Sekundarlehrer aus. Anschließend war er bis 1970 als Seminarlehrer für Pädagogik und Methodik tätig.

Marcel Müller-Wieland
wurde 1922 in Bukarest geboren. Sein Studium absolvierte er in den Fächern Philosophie, Pädagogik, Psychologie, Soziologie und Sozialökonomie in Zürich. Seit 1964 ist er in der Lehrerbildung des Kantons Zürich tätig.

Gerhard Wehr
wurde 1931 geboren. Er absolvierte eine Ausbildung als Diakon und stellte Studien zu theologischen, tiefenpsychologischen und geistesgeschichtlichen Themen an. Außerdem lehrte er an der Fachakademie für Sozialpädagogik in Rummelberg. Zur Zeit lebt er als freier Schriftsteller in Nürnberg.

(SH)