Johann Heinrich Pestalozzi an Johannes Marti Vater

Dienstag, 2. August 1808, Brief mit Adresse und quittierte Abrechnung

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Handschrift Seite 2
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Handschrift Seite 3
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Zeilenumschrift

0169.Yverdon den 1sten Julii 1808.  
  Herr Johannes Marti, Gastwirth in Fraubrunen 

Soll

  an das Pestalozzische Jnstitut,  
 für seinen Sohn Johannes, für Ausgaben des 2ten u Pension des 3ten Quartals 1808  
051808. May13 6 Stb: Sommerzeug für Weste u: Hosenà 36 s.L10.16.– 1.14.–
  1 1/4 Stb: graue Leinwand für Futter26 s. 1.12.6 29.16.–
  2 douzaine Knöpfe10 s. 1.–.–  
  ____________L13.8.6
 Juli1 Pension des 3ten Quartals 1808 100.–.–  
10 seine Schuhmacherrechnung 1.16.–  
  seine Schneiderrechnung 8.2.–  
  seine R e chnung von verschiedenen Ausgaben 6.16.–  
  für Waschumkösten, Ausbeßerung des weißen Zeugs und    
  Schreibmaterialien 4.–.–  
15 Fechtlektionen und Lieferungen seit dem Jenner 25.10.– 146.4.–
  ___________________
  Obige Rechnung ist vermittelst derL159.12.6
  von Herrn Marti an Herrn Bt Ziegler  
  u Sohn in Solothurn am 19. Augst für  
20 meine Rechnung gemachte Zahlung,  
  bezahlt, Yverdon den 29. 8bris 1808. 
  Pestalozzi p. 
  _______________________________________________________________________________
 1808detail seiner Rechnung von verschiedenen Ausgaben. 
25April8 dem Perrückenmacher bezahlt 6 s. May 7. dem Zahnarzt be: 30 s.L1.16.–
 May14 1 Viertel an einer Spritzka£e mit Streiff & Weber 1.–.–
  15 für eine Bergreise 6 s. für ein Schauspiel 7 s. für 1 Brief 2 s. –.15.–
 Juni30 dem Büchsenschmid bezahlt 2 16 s. für ein warmes Bad 9 s. 3.5.–
  _________
30  L6.16.–



 Yverdon den 2 Augst 1808.
 an Herrn Johannes Martj in Fraubrunnen.
 Jch habe die Ehre ihnen hiemit die Rechnung
 ihres lieben Sohnes auf den 1 Julii zu übermachen.
35Es kommen mir laut selber L 159.12.6
 zu gut, und da ich grade an die
 Herrn Benedikt Ziegler und Söhne in Solothurn
 zu zahlen habe, so würden sie mich verpflichten
 ihnen diese Summe für meine Rechnung zu
40stellen zu laßen. Auf die erste Nachricht daß es
 geschehen ist werde ich diese Rechnung ausgleichen.
 Jhr lieber Sohn ist ganz gesund, er ist fleißig, und
 macht gute Fortschritte, so daß wir sehr wohl
 mit ihm zufrieden sind, und er verdien!t" daß sie
45ihme auch ihre Zufriedenheit bezeugen. –
 Empfangen sie meine freündlichsten Grüße.
 Pestalozzi p.
  
 YVERDON An Herrn
 Herrn Joh. Marti, Gastwirth,
50in Fraubrunnen.
 Canton Bern.