Johannes Marti Vater an seinen Sohn

Sonntag, 23. Oktober 1808, Brief mit Adresse

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Handschrift Seite 3
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Handschrift Seite 4
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Zeilenumschrift

 Fraubrunnen 23te Octobris 1808
 Viel geliebter Sohn!
 den
 Wir haben dein Schreiben | 10te Lezthin
5richtig erhalt; und aus diesem vernohmen
 daß du dich dem Allerhöchsten sey dank
 ganz wohl befinden thut; diese Nachricht
 uns alle in das gesamt sehr wohl
 gefreüt hatt; auch noch dieses von
10dir zu vernehmen das du wirklich
 dich in der fünte Kalße befinden
 thust – und die Abtheilungen deß
 Lezteren; wie wir auch gesehen; daß
 du Jn der Schreib Kunst zimlich
15viel profidiert hast – hatt uns
 auch sehr wohl erfreüt –
  
 Die Ursache – betreffendt
 daß ich dir schon So Lange nicht geschrieben
 habe – wahre die, daß ich glaubte
20 werde
 der Göttj | Nächster Zeit zu dir komen
 werde – aber jezund wirdt es nicht
  Lange
 mehr | anstehen das du Jhne sehen
25wirst; du Kanst alsda£ Jhme sagen
 was du auf diesen Winter nöthig hast;
 Hier übersende dir auch; den Conto vom
 Herren Pestalozj; als quitiert von L 159:12„6
 zu – die übrigen L 6„16„. wir dir zu
30handen deß H[errn] Pestalozj zals Restanz zu
 übermachen haben; für welche ganze Su$e
 der H[err] Pestalozj uns zusamen von
 L 166 xx s: 1. d: 6. quitieren wird;
  
 Wir befinden uns gegenwärtig
35dem Allerhöchsten sey dank; alle in
 das gesamt sehr wohl.
 Wir grüßen dich härzlich.
 Verbleibe dein aufrichtiger
 [in Eill] Vatter; Joh: Martj
  
40An Herren
 Herren Joh: Martj
 im Pestalozischen Jnstitut
 in Jferten