Johann Heinrich Pestalozzi an Johannes Marti Vater

Samstag, 11. Februar 1809, Brief mit Adresse und Abrechnung

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Handschrift Seite 4
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Zeilenumschrift

01No 77.Yverdon den 1ten Januar 1809. 69.
  Herr Johannes Marti in Fraubrunnen, 

Soll,

  an das Pestalozzi’sche Jnstitut,  
   des 1ten 1809.  
05für seinen Sohn Johannes, für Ausgaben des 4ten Quartals 1808 & Pension  
 1808. 9bris:5 1 Stb: graues Tuch für 1 par Hosenà 10 10 sL10.10.–  
  5/8 Stb: Futertuch27 s –.17.–  
  3/4 duzend Knöpf12 s –.9.–  
10 ___ ________L11.16.–
 1809. Jener1 seine Schuhmacherrechnung L4.12.–  
  seine Schneiderrechnung  5.15.–  
  seine Rechnung von verschiedenen Aus-     
  gaben,wovon nachstehend das détail  49.12.–  
15 Pension des ersten Quartals 1809  100.–.– 159.19.–
  ___________________
   SchweizerwährungL171.15.–
      
     
  Détail seiner Rechnung von Verschiedenen Ausgaben.  
20______ ________
 1808. 8bre1 1 Federmeßer 8 s den 3ten Um 1 Feuerwerk zu sehen 10 sL–.18.–
  4 1 Loteriebilliet 2 den 5ten 9bre 1 Scham 2 s 1 Federrohr 6 s 2.8.–
  12 für Tausch seines Gewehrs 2 10 s den 14ten 1 Kleiderbürste 12 s 3.2.–
  19 dem Büchsenschmid 10 s den 15ten Xbre 1 paar Handschuh 13 s 1.3.–
25Xr23 1 Gramatik von Curas 1 12 s den29ten für gefärbtes Papier 3 s 1.15.–
  31 dem Perückenmacher bezahlt 4 s für Fechtlektionen 4 4 s 4.8.–
  für Waschunkösten Ausbeßerung des weißen Zeugs &  
  Schreibmaterialien 4 für Eßwaren & neues Geld für den 4.–.–
  Neüjahrstag 30 s 1 Sakmeßer 12 s 1 Federmeßer 10 s 2.12.–
30 1 Brief 3 s 1 Reisfeder 4 s 1 Zirkel 12 s 1 Rastrum 6 s 1.5.–
  1 Petschaft 4 s Ponsch 1 s elastische gomi 2 s 2 Pinsel 2 s –.15.–
  1 Altdorfers alt Testament 1 12 s 1 Teutonia (Saingbuch) 6 8 s 8.–.–
  für Exerzierlektionen während 1808 2.10.–
  Sein Antheil an dem Abonnement des doktors 3.–.–
35 den diensten Neüjahrsgeschenke 4.–.–
  Sein Antheil an den Neüjahrsbelustigungen 3.–.–
  für Sing & Musiklektionen während des Jahrs 6.–.–
  für sein Neüjahrsheft –.16.–
  ___________
40  L49.12.–
  __________



 Yverdon den 11. Februar 1809.
 an Herr Johannes Martj in Fraubrunnen.
 Beykommend erhalten sie die Rechnung ihres lieben Sohnes
45auf 1 Jenner, sie beträgt L 171.15.–
 und da ich an die Herren Benedikt
 Ziegler und Comp. in Solothurn zu zahlen habe,
 so übermache ich diesen Freünden einen Wechsel
 auf sie von obigem Betrag. Jch bitte sie ihn seiner
50Zeit einzulösen, Jch schrybe es ihnen zum voraus
 zur tilgung gegenwärtiger Rechnung gut. –
 Jhr braver Sohn fährt fort uns durch sein musterhaftes
 Betragen viele Freüde zu machen; auch sind
 seine Fortschritte in allen Unterrichtsfächern aüßerst
55befriedigend. Es giebt zwar wohl Tage an denen
 er nicht zur Arbeit aufelegt ist und schwerfällig
 begreift, dieser Zustand ist aber nie daurend.
 Jch Empfehle mich ihnen ganz freündlich
 Pestalozzi p.
  
60YVERDON
 An Herrn Johannes Marty,
 Gastwirth
 in Fraubrunnen.
 Canton Bern.