Johann Heinrich Pestalozzi an Johannes Marti Vater

Samstag, 8. April 1809, Brief und quittierte Abrechnung

Handschrift Seite 1
Handschrift Seite 1
Handschrift Seite 2
Handschrift Seite 2

Zeilenumschrift

0169.:Yverdon den 1ten Aprill 1809.  
  Herr Johannes Marti Gastwirth in Fraubrunnen, 

Soll,

  An das Pestalozzi’sche Jnstitut,  
 Für seinen Sohn Johannes, für Ausgaben des ersten Quartals 1809.  
051809. April1 seine Schuhmacherrechnung  L16.2.–
  seine Schneiderrechnung   5.16.–
  seine Rechnung von verschiedenen Ausgaben, als:    
  1809. Jener 10 Zeug, Futter und Knöpf zu 1 pr quêtrenL1.17.–  
   13 für 2 Fechtklingen 1.1.–  
10 Hornung6 ihme gegeben um 1 par Hosentrager zu kaufen 2.–.–  
   1/2 Stb: Tuch zum Flicken à 7 10 s 3.15.–  
   7 dem Fechtmeister bezahlt für 1 Monath Fecht-     
   lektionenbis 4ten Courrt 4.–.–  
   23 ein französisches Lesebuch 1.–.–  
15  24 dem Fechtmeister für 1 Fechthandschuh 2.–.–  
  März8 dem Fechtmeister für 1 Mth Fechtlekt. bis 3ten Ct 4.–.–  
   31 dem dito für 1 Masque 8.–.–  
   dem dito für 1 Gefäß –.10.–  
   dem Badwirth bezahlt u: Briefporto 1.16.–  
20  Waschumkösten, Ausbeßerung des weißen    
   Zeügs u: Schreibmaterialien 4.–.– 33.9.–
  ___ ______________
   davon geht ab:  L55.7.–
 1809. Febr: 25 Schickte Herr Marti baar  L49.12.–
25 ___ ______________
   bleiben de suisse  L5.15.–
  Empfangen den 12 May 1809 Schmid.    



 Fraubrunnen Herr Johannes Marti Jferten den 8 April 1809. Seite 3
 Gastwirth
30An der gluklichen Nachhauskunft Jhres Sohns nicht zweifelnd
 empfangen Sie hieneben die Liste der Auslagen vom lezten
 Vierteljahr für ihn, zufolg welcher mir nach Abzug der im
 Hornung geschikten L 49. 12. noch herauskommen L 5. 15, welche
 an H[errn] Nägeli Shohn wohnhaft in der Judengaß in bern zu zahlen
35belieben, wo sodann Jhre Rechg. Gänzlich getilgt wäre.
 Empfangen Sie meinen freundschaftl[ichen] Gruß
 Pestalozzi
 Lieber Herr Martj.
 Jch habe Jhren Sohn ungern verlohren – Jch sah in Jhm
40Keime einer ausgezeichneten Laufbahn –
 sich
 es ist gut daß er eine weile = in seinem hauslichen
 Kreis zu seiner hausl[ichen] Bestimung fort bilde –
 aber nach ein paar Jahren wird ihm noch
45ein Jahr in unserem Kreis wohlthun
 moge ich noch leben wen er wieder komt –
 ich liebe ihn sehr u. bin mit dank
 u achtung
 Jhr aufrichtiger Freund
50Pestalozzi